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Offene Pässe bringen mehr Verkehr in sensible Bergregionen

Der Frühling bringt offene Pässe und somit mehr Verkehr in die sensiblen Berg­regionen. Ohne bessere Schutz­mass­nahmen wird die hoch­gerühmte Alpen­luft vom Dreck des motorisierten Ver­kehrs verdrängt.

ses. Im Frühling erwacht der Alpen­raum zu neuem Leben: Die Murmel­tiere kriechen aus dem Winter­schlaf, Krokusse spriessen aus dem Boden und viele Menschen zieht es in die Berge oder den Süden. Was für viele der Start in die Out­door und Ferien­saison ist, bedeutet für die Bevöl­kerung in den Alpen Mehr­belastung. Denn mit der Schnee­schmelze öffnen die Pass­strassen – es beginnt eine ver­kehrs­intensive Zeit. Für die Garten­arbeit muss der Gehör­schutz hervor­geholt werden. Denn Motor­räder, Autos und Wohn­mobile drängen sich durch enge Täler, stören Lebens­räume und weichen auf Aus­weich­routen durch die Dörfer aus.

Ein Schritt in die richtige Richtung
Bundes­bern hat sich in den letzten zwei Jahren mit Lösungen gegen den zunehmenden Ausweich­verkehr auf den Nord­-Süd­-Transit­achsen im Alpen­raum beschäftigt. Es sei ein ernst­zunehmendes Problem, so der Bundes­rat und das Parlament. Das Parlament hat sich für die Ein­führung einer verkehrs­abhängigen Durch­fahrts­abgabe für den Personen­transit­verkehr ausgesprochen. Sie soll für internationale Transitfahrten ohne Anspruch auf gebührenfreie Durchfahrt gelten und folgt dem Ver­ursacher­prinzip.

Am Gotthard stammen zu Spitzen­zeiten bis zu 80 Prozent der Fahr­zeuge aus dem Ausland. Die Abgabe ist somit ein erster Schritt und Hoffnungs­schimmer für die über­lasteten Alpen­regionen. Für Pro Alps ist klar, dass dies nur der Anfang sein kann. Dank entschlossenem Handeln kann der Frühling im Alpen­raum künftig wieder für das stehen, was er eigentlich ist: eine Zeit des Aufblühens und nicht der Über­lastung.

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