Post 3 Quiz Abkürzungen DEU

Wer sich für die Ziele von Pro Alps engagiert, begegnet schnell einer Reihe von Fachbegriffen. Sie stehen für Instrumente und Konzepte, die darüber entscheiden, wie sich der alpenquerende Verkehr entwickelt – gerade jetzt, wo wir uns in einem Verlagerungsnotstand befinden: Die Lastwagenfahrten nehmen zu, der Bahnanteil sinkt. Umso wichtiger ist es, zu verstehen, was hinter diesen Abkürzungen steckt und welche Rolle sie für eine wirksame Verlagerungspolitik spielen.

 

Die Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) ist ein zentrales Element der Schweizer Verkehrspolitik. Sie verpflichtet schwere Lastwagen dazu, pro gefahrenen Kilometer und abhängig vom Gewicht eine Abgabe zu zahlen. Damit trägt sie nicht nur zur Finanzierung der Infrastruktur bei, sondern schafft auch einen wichtigen Anreiz, Güter auf die Schiene zu verlagern – ein Kernanliegen von Pro Alps.

Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrats (KVF-N) ist das politische Schlüsselgremium für die Verkehrspolitik. Hier werden zentrale Entscheide gefällt, die bestimmen, wie alpenverträglich die künftige Verkehrsentwicklung aussieht. In der KVF-N ist mit David Roth auch ein Vorstandsmitglied von Pro Alps vertreten – ein wichtiger Pfeiler, um unsere Anliegen frühzeitig in die politischen Debatten einzubringen.

Ein bekanntes Verlagerungsinstrument war lange die Rollende Landstrasse (Rola): Lastwagen werden dabei samt Fahrer auf dem Zug transportiert, was Strassen und Alpenraum entlastet. – ein Entscheid, den wir kritisch sehen. Denn mitten im Verlagerungsnotstand fällt damit ein wichtiges Angebot weg, ohne dass gleichwertige Alternativen bereitstehen. Die Debatte um wirksame Verlagerungsangebote ist damit dringlicher denn je.

Das Gütertransportgesetz (GüTG) bildet den rechtlichen Rahmen für den Güterverkehr in der Schweiz. Das Parlament hat im Frühling beschlossen, den Schienengüterverkehr zu stärken: Mehr Mittel für den Einzelwagenladungsverkehr und die Einführung der digitalen Kupplung sollen die Bahn konkurrenzfähiger machen. Ein wichtiger Schritt – doch ein verbindliches Reduktionsziel für den alpenquerenden Güterverkehr auf der Strasse fehlt weiterhin.

Lkw – Lastkraftwagen – sind heute das dominante Verkehrsmittel im Strassengüterverkehr. Doch gerade im Alpenraum sind sie ein wesentlicher Treiber von Lärm, Emissionen, Staus und Belastungen für Mensch und Natur. Sie stehen damit im Zentrum der Debatte um eine nachhaltige Mobilität. Genau hier setzt Pro Alps an: Weniger Transitverkehr auf der Strasse, mehr Güter auf die Schiene – für entlastete Alpen und eine zukunftsfähige Verkehrsstrategie.

Ob in voller Länge oder abgekürzt, entscheidend sind wirksame Instrumente für eine nachhaltige Verkehrspolitik. Damit wir diese konsequent einfordern und entwickeln können sind wir auf Unterstützung angewiesen. Danke für Ihre Unterstützung – ob mit einer Mitgliedschaft oder einer Spende!

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