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Steingeiss mit ihrem Kitz im Schweizerischen Nationalpark. Wie bei den Gämsen leben Steingeissen in Gruppen mit ihren Jungen. Die Bockrudel bleiben meist getrennt und treffen die Weibchen nur während der Brunftzeit.

Steinböcke und Gämsen stehen fast sinnbildlich für die Alpen: gehörnte Kletterkünstler, perfekt an die felsige Bergwelt angepasst. Zeit für eine kleine Artenkunde – und für eine Hommage an diese Alpenikonen, zu denen auch das Maskottchen von Pro Alps gehört.

 

kd. Die Alpen sind ein Naturraum voller Leben. Eine beeindruckende Vielfalt von rund 30’000 Tierarten lebt hier – von unscheinbaren Insekten bis zu ikonischen Hornträgern. Zu diesen gehören auch Steinbock, Steingeiss und Gämse, die mit ihren einzigartigen Anpassungen zu den Meisterinnen und Meistern des alpinen Lebensraums zählen.

Der Alpensteinbock (Capra ibex) ist eindrücklich gebaut und doch ein äusserst sicherer Kletterer. Die Hörner der Böcke wachsen ein Leben lang weiter und tragen markante Knoten und Wülste, die durch das jahreszeitlich wechselnde Wachstum entstehen. Die eigentlichen Jahresringe sind feiner ausgebildet und erlauben eine Altersbestimmung der Tiere.

Die Steingeiss, also das weibliche Gegenstück zum Steinbock, ist etwas zierlicher und trägt kürzere, schlankere Hörner. Ihr Nachwuchs wird im ersten Lebensjahr Steinkitz genannt, wächst rasch und ist von Beginn an erstaunlich trittsicher.

Oft werden Steingeissen mit Gämsen (Rupicapra rupicapra) verwechselt. Gämsen gehören – obwohl ebenfalls gehörnte Kletterinnen und Kletterer – zu einer anderen Tiergattung. Sie sind etwas kleiner, leichter gebaut und sowohl Gämsbock als auch Gämsgeiss tragen ähnliche Hörner, was ihre Unterscheidung erschwert.

Beide Arten zeigen, wie perfekt sie an ihren alpinen Lebensraum angepasst sind – umso wichtiger, dass wir ihre Heimat schützen.

Korrigendum
Unser Maskottchen, unter anderem auf unseren Fahnen sowie auf der Titelseite des November-Echo Nr. 188 zu sehen, zeigt übrigens eine junge etwa eineinvierteljährige Steingeiss und nicht ein Steinkitz wie in der letzten Echo-Ausgabe fälschlicherweise geschrieben.

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