Kommission fordert höhere Tarife für Diesel-Lastwagen
Pro Alps
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LSVA-Aktion Bern
Lastwagen sollen rund 0,1 Rappen mehr LSVA pro Tonne und Kilometer zahlen. Das stärkt die Verlagerung und unterstützt die Bahninfrastruktur. Pro Alps begrüsst die Motion der KVF-N als kleine, aber nötige Verbesserung.
Im August machte Pro Alps mit einer Aktion auf dem Bundesplatz in Bern darauf aufmerksam, dass Diesel-Lastwagen zu wenig für die von ihnen verursachten Gesundheits-, Umwelt- und Staukosten aufkommen. Am Dienstag, 26. August 2025 startete nun die nationalrätliche Verkehrskommission (KVF-N) in die Detailberatung zur Revision der LSVA.
Pro Alps begrüsst, dass die Kommission eine Forderung von Pro Alps aufgenommen hat: Die LSVA-Tarife sollen ab 2027 erhöht werden. Im Vorschlag des Bundesrates zuhanden des Parlamentes waren Anpassungen erst ab 2029 vorgesehen. Die vorgezogene Erhöhung ab 2027 bringt eine minimale Verbesserung im unfairen Wettbewerb zwischen Strasse und Schiene und ermöglicht Mehreinnahmen von rund 68 Millionen Franken. Zwei Drittel davon fliessen in den Bahninfrastrukturfonds (BIF).
Dekarbonisierung und Verlagerung stärken
Wichtig bleibt für Pro Alps, dass die Integration elektrisch angetriebener Lastwagen so erfolgt, dass die Dekarbonisierung vorankommt, ohne den in der Verfassung verankerten Auftrag zur Verlagerung vom alpenquerenden Güterverkehr auf die Schiene zu unterlaufen. Längere oder höhere Rabatte für e-Lastwagen als vom Bundesrat vorgeschlagen, wie sie teils gefordert werden, lehnt Pro Alps klar ab. Zudem unterstützt Pro Alps den Vorschlag, die LSVA ab einer kumulierten Inflation von 3 Prozent automatisch an die Teuerung anzupassen.
Die KVF-N berät anfangs Oktober 2025 nun zum dritten Mal zur LSVA-Revision. Danach kommt das Geschäft voraussichtlich in der Wintersession in den Nationalrat.
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