Pro Alps auf einer interaktiven Wanderung von Silenen nach Erstfeld.

Mit einer inter­aktive Wanderung im Rahmen des Festivals der Natur, zeigte Pro Alps die Aus­wirkungen des Frei­zeit- und Tourismus­verkehrs auf die Natur im Alpen­raum.

Bei strah­lendem Wetter machte sich am Freitag, 25. Mai, eine kleine Gruppe von Alpen­schützer­innen und Alpen­schützern auf zu einer spannenden Wanderung von Silenen nach Erstfeld. Die Ver­an­staltung fand im Rahmen des Festivals der Natur statt und widmete sich dem Thema der aktuellen Jahres­kampagne: Frei­zeit- und Tourismus­verkehr im Alpen­raum.

Die Alpen sind ein einzig­artiger Lebens­raum mit rund 30’000 Tier- und 13’000 Pflanzen­arten. Diese wert­volle Viel­falt steht zunehmend unter Druck – schuld daran ist der wachsende Verkehr. Genau hier setzte die inter­aktive Wanderung an. Unter­wegs erhielten die Teil­nehmenden spannende Ein­blicke in Zahlen und Ent­wicklungen: Pro Alps Projekt­leiterin Seraina Schutz er­läuterte, dass rund drei Viertel des Frei­zeit­verkehrs mit dem Auto zurück­gelegt werden. Zudem wird erwartet, dass dieser bis 2025 um weitere 40 Prozent zunimmt. Bereits heute stammen rund 30 Prozent der CO₂-­Emissionen im Alpen­raum aus dem Personen- und Güter­verkehr.

An drei Stopps entlang der Route wurden die folgenden Aspekte vertieft:
• die Belastung der Alpen durch Abgase, Schad­stoffe und Reifen­abrieb
• der zunehmende Platz­bedarf durch Strassen­infra­struktur und wie der Lebens­raum der Tiere im Alpen­raum ein­ge­schränkt wird
• die Aus­wirkungen von Lärm, der in den Alpen aufgrund der Topo­grafie dreimal höher ist als im nationalen Mittel.
Zusammen machen diese mehr als deutlich, dass der Frei­zeit- und Tourismus­verkehr für Menschen, Flora und Fauna und den sensiblen Alpen­raum spür­bare negative Folgen hat. Die inter­aktive Wanderung bot die Möglich­keit, dies direkt vor Ort zu erleben und gemeinsam zu diskutieren.

Die Rück­meldungen der Teil­nehmenden waren durchs Band positiv. Pro Alps nimmt dies zum Anlass das Format fort­zu­führen und weiter­zu­entwickeln. Eine nächste inter­aktive Wanderung ist für den Herbst geplant.

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