Der Alpenraum ist zunehmend durch Freizeit- und Tourismusverkehr belastet. Höchste Zeit, genauer hinzuschauen – und zu handeln.
Ob Wochenendausflug, Skitag oder Ferienwoche: Wer in die Alpen kommt, tut das meistens mit dem Auto. Rund 25 Prozent des Gesamtverkehrs in der Schweiz gehen auf touristische Fahrten zurück, weitere 27 Prozent auf Freizeitverkehr. Knapp drei Viertel des touristischen Verkehrs werden mit dem Auto zurückgelegt.
Das hat Folgen – für das Klima, die Luft, die Lärmbelastung in den Tälern und für die Menschen, die dort leben.
Warum Teufelsstein und Bergkristall?
Wir alle treffen Mobilitätsentscheidungen. Aber unsere Wahlmöglichkeiten hängen davon ab, welche Angebote bestehen. Ein Bergdorf ohne Bahnanschluss zwingt seine Gäste ins Auto. Ein Hotel, das den Bahnhof-Shuttle prominent bewirbt, macht das Gegenteil möglich. Mit dem Teufelsstein und dem Bergkristall richten wir den Blick genau auf diese Ebene: auf die Projekte, Infrastrukturen und Entscheide, die unser aller Mobilität vorspuren.
Mit dem Teufelsstein prangern wir Projekte an, die den Alpenraum unnötig belasten. Beispiele sind Werbekampagnen für Autos, überdimensionierte Parkplätze oder Tourismusangebote ohne Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Mit dem Bergkristall zeichnen wir hingegen Projekte, Massnahmen und Angebote aus, die nachhaltige Mobilität im Alpenraum fördern.
Beide Preise sollen sichtbar machen, was sonst untergeht, nämlich welche Entscheidungen Probleme schaffen und welche Alternativen es gibt. So bleibt Alpentourismus möglich, ohne die Alpen zu zerstören.
25 %
des Gesamtverkehrs in der Schweiz gehen auf touristische Fahrten zurück.
74 %
des touristischen Verkehrs werden mit dem Auto zurückgelegt.
1/3
der CO₂-Emissionen der Schweiz stammen aus dem Verkehr.