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Pro Alps feierte am Sustenpass die Premiere von «Alpen in Bewegung» und fordert mehr Bewegung für den Alpenschutz und die Verlagerung auf die Schiene.

Am 29. August 2026 feierte der alpen­weiten Aktions­tag «Alpen in Be­wegung» Premiere. Pro Alps machte beim Susten­pass klar: Auch in der Verkehrs­politik muss end­lich wieder Be­wegung in den Alpen­schutz kommen.

Über zwanzig Jahre lang brannten im August ent­lang des gesamten Alpen­bogens Alpen­feuer. Sie machten sicht­bar, dass der Schutz der Alpen keine lokale, sondern eine ge­meinsame Auf­gabe ist. In den letzten Jahren wurde es jedoch schwie­riger, mit diesem Format Menschen zusammen­zu­bringen. Das Datum lag mitten in der Ferien­zeit, Feuer­ver­bote nahmen zu und das Feuer selbst passte nicht mehr für alle als Symbol. Die Idee eines ge­mein­samen alpen­weiten Aktions­tags bleibt aber wichtig. Desh­alb riefen CIPRA Schweiz und CIPRA Inter­national zusammen mit lokalen Alpen­schutz­be­wegungen «Alpen in Be­wegung» ins Leben. Der Name ver­weist auf den zivil­gesell­schaftlichen Ein­satz für die Alpen und da­rauf, dass der Alpen­raum selbst ständig in Be­wegung ist. Pro Alps feierte die Premiere beim Susten­pass. 

Zwei Wege, ein Pass
Passend zum Namen des Aktions­tags be­wegten sich auch die Teil­nehmenden selbst: Die einen wanderten von Uri, die anderen von Bern zum Susten­pass. Andere reisten mit dem Post­auto an und er­kundeten den Gletscher­lehr­pfad Stein­alp. Am Nach­mittag trafen sich alle beim Stein­gletscher. Dort disku­tierten sie über Fragen zur Zukunft der Alpen und hielten ihre Ge­danken und Wünsche auf Wimpeln fest. Ge­meinsam knüpf­ten sie die Wimpel zu einer langen Gir­lande und setzten damit ein sichtbares Zeichen für den Alpen­schutz. Präsi­dentin Nara Valsan­giacomo rundete die Aktion mit einer Rede ab und be­tonte, wie wichtig die ge­meinsame Be­wegung zum Schutz der Alpen ist.

Verlagerungs­notstand: mehr Last­wagen, weniger Schiene
Be­wegung, oder viel­mehr eine Kurs­än­derung, braucht es auch in der Ver­lagerungs­politik. Die Ent­wicklung im alpen­que­renden Güter­ver­kehr zeigt derzeit in die falsche Richtung. Im alpen­que­renden Güter­verkehr setzte sich 2025 der Negativ­trend fort. Der Bahn­an­teil sank auf 68.6 Prozent – den tiefsten Wert seit zehn Jahren. Die Zahl der alpen­que­renden Last­wagen­fahrten stieg auf rund 960’000 und liegt damit deutlich über dem ge­setz­lichen Ziel von höchstens 650’000 Fahrten pro Jahr. Pro Alps spricht von einem Ver­lagerungs­not­stand, der den Alpen­raum zu­nehmend über­lastet. 

Auch der Personen­ver­kehr be­lastet die Alpen
Nicht nur der Güter­ver­kehr setzt den Alpen zu. Der Frei­zeit- und Tourismus­ver­kehr im Alpen­raum hat in den ver­gan­genen Jahren stark zu­ge­nommen. Über die Hälfte des ge­samten Personen­ver­kehrs in der Schweiz ent­fällt heute auf Frei­zeit und Tourismus, doch nur knapp ein Viertel dieser Wege legen die Menschen mit dem öffent­lichen Verkehr zurück. Besonders be­lastend wirkt der Aus­weich­verkehr: Sobald der Verkehr auf den Transit­achsen stockt, weichen viele Reisende auf Kantons- und Gemeinde­strassen aus und tragen Lärm und Abgase in die Dörfer. 

Was sich bewegen muss
Pro Alps fordert Bundes­rat und Parla­ment auf, den ver­fassungs­mässigen Alpen­schutz konse­quent um­zu­setzen: mehr Güter auf die Schiene und wirk­same Instru­mente zur Len­kung des Personen­verkehrs. Nara Valsan­giacomo, Präsi­dentin von Pro Alps, sagt dazu: «Wir haben heute auf dem Susten­pass ein Zeichen für die Alpen ge­setzt. Jetzt muss sich auch die Politik be­wegen

Bilder der Aktion
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