Glacier Express_Canva

Der Glacier Express macht es vor: Das Angebot verbindet Tourismus und nachhaltige Mobilität.

Tourismus­förderung darf nicht zu­sätz­lichen Verkehr im Alpen­raum an­heizen. Pro Alps fordert des­halb klare Leit­planken. Wer den Tourismus fördert, muss auch nach­haltige Mobilität ver­bindlich mit­fördern.

Mit der Standort­förderung 2028-2031 legt der Bundes­rat eine um­fassende Vor­lage vor, mit dem Ziel die wirtschaft­liche Ent­wicklung und die regionale Wert­schöpfung in der Schweiz zu unter­stützen. Das Massnahmen­paket umfasst auch die Tourismus­förderung, zu der Pro Alps im Rahmen des Vernehm­lassungs­verfahrens Stellung ge­nommen hat. Für Pro Alps ist klar: Die Tourismus­förderung darf nicht ein­seitig auf die wirtschaft­liche Attraktivität des Tourismus aus­gerichtet sein. Sondern, dessen Weiter­ent­wicklung soll konse­quent an den Zielen der Zukunfts­fähigkeit, Klima­ver­träglich­keit und der gesell­schaftlichen Akzeptanz orientiert sein. Dies gilt ins­besondere für die Alpen­regionen, die bereits heute unter der Be­lastung des zu­nehmenden touristischen Verkehrs leiden.

Tourismus­förderung braucht nach­haltige Mobilität
Der Tourismus ist in vielen Alpen­regionen ein bedeutender Wirtschafts­faktor. Gleich­zeitig stellt der damit ent­stehende Verkehr eine grosse Heraus­forderung dar. Ein wesent­licher Teil der Treib­haus­gas­emissionen im Tourismus­sektor entsteht nicht vor Ort, sondern durch die An- und Ab­reise der Gäste – insbesondere durch den motorisierten Individual­verkehr, also die An­reise mit dem Privat­auto. Das hat erhebliche Aus­wirkungen auf Klima, Umwelt und Lebensqualität der Alpen­bevölkerung. Aus Sicht von Pro Alps ist es zentral, dass nach­haltige Verkehrs­konzepte verbindlich in der Tourismus­förderung verankert werden.

Nach­haltige Verkehrs­konzepte ver­bindlich ver­ankern
Gerade im Alpen­raum, der besonders sensibel auf Klima- und Umwelt­ein­wirkungen reagiert, hat der Tourismus­verkehr einen über­propor­tionalen Ein­fluss auf die Treib­haus­gas­emissionen, Lärm, Flächen­ver­brauch und die Be­lastung der lokalen Be­völkerung. Ohne eine gezielte Steuerung der Mobilität besteht die Gefahr, dass mit der wirt­schaftlichen För­derung des Tourismus zugleich zu­sätzliche Verkehrs­ströme ent­stehen, die den klima- und alpen­schutz­politischen Zielen des Bundes wider­sprechen. Pro Alps fordert daher, dass Tourismus­förder­mittel ver­stärkt an klare ökologische und verkehrs­politische Leit­planken ge­bunden werden müssen. Dazu gehören ins­besondere:

  • Die Förderung von Projekten, die auf eine Ver­lagerung hin zu umwelt­ver­träglicheren Verkehrs­mitteln wie Bahn und Bus setzen;
  • Die Unter­stützung integrierter Mobilitäts­konzepte in Destinationen, welche den moto­risierten Individual­verkehr reduzieren;
  • Eine systematische Berück­sichtigung der klima- und verkehrs­relevanten Auswirkungen bei der Bewertung und Ver­gabe von Förder­geldern.

Die Standort­förderung ist aus Sicht von Pro Alps ein wichtiges Instrument, um nicht nur die wirtschaft­liche Attraktivität des Tourismus zu stärken, sondern diesen gleich­zeitig zukunfts­fähig, klima­ver­träglich und gesell­schaftlich akzeptiert weiter­zu­entwickeln. Eine konsequente Ausrichtung der Tourismus­förderung auf nach­haltige Mobilität leistet dabei einen ent­scheidenden Beitrag zur Er­reichung der Klima­ziele des Bundes und zum Schutz des Alpen­raums als einzig­artigen Lebens-, Wirtschafts- und Erholungs­raum.

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