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Teufelsstein – Schmähpreis für Verkehrs-
missstände

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Warum ein Schmähpreis?

Der Alpen­raum ist ein sensibler Leben­sraum und zugleich eines der beliebtesten Reise­ziele Europas. Die damit verbundene Mobilität erzeugt ein hohes Verkehrs­auf­kommen, das sich in engen Alpen­tälern besonders stark bemerkbar macht.

Welche Projekte verdienen den Teufelsstein?

Wir suchen konkrete Projekte aus dem Schweizer Alpenraum, die Verkehrsprobleme schaffen oder verstärken, statt sie zu lösen.

Es geht uns nicht um einzelne Autofahrten, sondern um Entscheide und Angebote, die den Autoverkehr bewusst fördern, den öffentlichen Verkehr ignorieren oder mehr Verkehr in Gebiete leiten, die ihn kaum noch verkraften.

Damit eine Einreichung in Frage kommt, muss sie:

– im Schweizer Alpenraum stattfinden oder von dort ausgehen
– bereits umgesetzt sein oder kurz vor der Umsetzung stehen
– den Alpenraum verkehrlich stärker belasten (mehr Autos, mehr Lärm, mehr Abgase)
– dem Ansatz «Verkehr vermeiden, verlagern, verträglicher gestalten» klar widersprechen

Was zählt eigentlich als «Projekt»?

Wir verwenden «Projekt» als Sammelbezeichnung. Als Projekte gelten Produkte, Dienstleistungen, Unternehmensprozesse, Initiativen und Massnahmen von Gemeinden und Privaten sowie digitale Angebote. Trägerschaften können dabei unterschiedlich ausgestaltet sein – von Unternehmen, Gemeinden, Genossenschaften, Vereinen und Destinationen bis hin zu Privatpersonen.

– Konkrete Angebote (Freizeitangebot, Eventkonzept, Package)
– Infrastrukturvorhaben (neue oder erweiterte Parkflächen, Strassenausbauten)
– Massnahmen von Gemeinden oder Destinationen (Verkehrskonzepte, Erschliessungsentscheide)
– Werbekampagnen und Kommunikationsmassnahmen (Aufrufe zur Autoanreise)
– Unternehmenspraktiken (Tourismusbetriebe, die den öV in ihrer Kommunikation ausblenden)
– dem Ansatz «Verkehr vermeiden, verlagern, verträglicher gestalten» klar widersprechen

Typische Beispiele, die uns interessieren

– Ferienorte oder Anlässe ohne realistische öV-Anreise
– Neue oder erweiterte Parkflächen, die gezielt mehr Autoverkehr anziehen
– Werbekampagnen, die die Autoanreise attraktiver machen als Bahn oder Bus
– Angebote, bei denen der öffentliche Verkehr in der Kommunikation schlicht nicht vorkommt
– Infrastrukturentscheide, die Autoverkehr priorisieren, obwohl Alternativen möglich wären

Was nicht in Frage kommt

Nicht berücksichtigen können wir:

– Beschwerden über einzelne Autofahrende oder Nachbarschaftskonflikte
– Projekte ausserhalb des Schweizer Alpenraums
– Reine Zukunftspläne, die noch nicht beschlossen sind
– Einreichungen ohne nachvollziehbare Quellen

Projekt nominieren

Welches Angebot, welche Infrastruktur, welche Werbekampagne hat Sie zuletzt aufgeregt? Reichen Sie Ihren Vorschlag über das Formular unten ein. Unser Auswahlgremium prüft alle Eingaben und nominiert die fünf problematischsten Projekte.

Die Webseite hat aktuell leider technische Probleme. Damit Ihre Einreichung trotzdem bei uns ankommt, senden Sie Vorschläge für Teufelsstein und Bergkristall bitte an info@proalps.ch. Vielen Dank!

  • Vom 20. Mai bis 8. Juni reichen Mitglieder, Geschäftsstelle und Öffentlichkeit Vorschläge ein. Drei Wochen lang nominieren sie Projekte, die den Alpenraum verkehrlich unnötig belasten.
  • Im Juni wählt unser Auswahlgremium die fünf problematischsten Projekte aus. Mitglieder der Geschäftsstelle und des Vorstands prüfen alle Eingaben anhand klar definierter Kriterien.
  • Am 22. Juli präsentiert Pro Alps die fünf Nominierten der Öffentlichkeit.
  • Bis Ende August läuft das Rennen um den Teufelsstein. Sechs Wochen lang stimmt die Öffentlichkeit ab – in Echtzeit sichtbar, welches Projekt dem Teufelsstein am nächsten kommt.
  • Im Oktober übergeben wir den Teufelsstein in einer öffentlichen Preisverleihung.

Häufige Fragen

Was Sie sonst noch wissen sollten.

Wer kann ein Projekt einreichen?

Alle dürfen einreichen. Unabhängig davon, ob es sich um Mitglieder von Pro Alps handelt oder nicht, kann jeder einen Vorschlag einreichen. Wichtig ist, dass der Vorschlag klar begründet ist und die Informationsquellen angegeben werden.

Wer entscheidet, über welche Projekte abgestimmt wird?

Nach Ablauf der Einreichungsfrist tagt unser Auswahlgremium. Es besteht aus Mitgliedern der Geschäftsstelle, einer Fachperson zum Jahresthema sowie einem Mitglied aus dem Vorstand. Das Gremium prüft alle Eingaben anhand definierter Kriterien und wählt die fünf problematischsten Projekte für die öffentliche Abstimmung aus.

Was ist mit «Schweizer Alpenraum» genau gemeint?

Gemeint ist das Gebiet der Schweizer Alpen inklusive der angrenzenden Voralpen. Das Projekt muss entweder dort stattfinden oder von dort ausgehen.

Kann ich auch ein Projekt nominieren, das mich persönlich betrifft?

Der Teufelsstein ist kein Ventil für Nachbarschaftskonflikte oder Beschwerden über einzelne Autofahrende. Es muss um etwas Konkretes gehen, das jemand verantwortet, wie beispielsweise ein Angebot, ein Infrastrukturvorhaben, eine Werbekampagne, einen Gemeindeentscheid.

Was passiert mit den nominierten Projekten?

Die fünf Nominierten werden am 22. Juli öffentlich bekannt gegeben. Wir nehmen vor der Veröffentlichung Kontakt mit den Verantwortlichen auf und geben ihnen die Möglichkeit zur Stellungnahme. Ziel ist nicht die persönliche Vorführung, sondern eine Debatte über verträglichere Verkehrsentscheide für Mensch und Umwelt.

Wie funktioniert das Voting?

Sobald die fünf Nominierten feststehen, kann bis Ende August abgestimmt werden. Pro Person ist eine Stimme möglich. Die Verifikation läuft über die E-Mail-Adresse – Mehrfachabstimmungen werden so verhindert. Der aktuelle Stand ist live auf der Website sichtbar, dargestellt als «Rennen zum Teufelsstein».

Was passiert mit dem «Gewinner»?

Im Oktober übergeben wir den Teufelsstein an einer öffentlichen Preisverleihung. Wir laden die verantwortlichen Akteure ein und begleiten den Anlass medial. Im November Echo berichten wir ausführlich über die Verleihung.

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