UKV‑Förderung als Lebenszeichen der Verlagerungspolitik
Pro Alps
Beitrag teilen
UKV‑Förderung als Lebenszeichen der Verlagerungspolitik: Vorschlag des Bundesrats geht in die richtige Richtung, bleibt aber ohne echte Trendwende
Der Vorschlag des Bundesrats zur zukünftigen Finanzierung des transalpinen UKV geht in die richtige Richtung, eine echte Trendwende in der Verlagerung bleibt jedoch aus. Pro Alps wird sich kritisch in der Vernehmlassung einbringen.
Der Bundesrat schlägt vor, die Förderung des alpenquerenden unbegleiteten kombinierten Verkehrs (UKV) bis 2035 weiterzuführen und dafür insgesamt 486 Millionen Franken bereitzustellen. Ziel ist es, die Verlagerungszahlen zu stabilisieren. Der Bund rechnet ohne diese Massnahmen mit bis zu 200’000 zusätzlichen Transitlastwagenfahrten bis 2030. Die Weiterführung der UKV‑Förderung ist für die Verlagerung überlebenswichtig, greift aber zu kurz. Eine echte Trendwende ist damit nicht zu erwarten.
Verfassung verlangt eine verlagerungspolitische Trendwende
Die Entwicklung im alpenquerenden Güterverkehr ist alarmierend: Die Zahl der Lastwagenfahrten ist in den letzten Jahren wieder deutlich angestiegen und liegt klar über dem gesetzlichen Verlagerungsziel. Dieser Trendbruch widerspricht dem verfassungsmässigen Alpenschutz und zeigt den bestehenden Verlagerungsnotstand klar auf. Der zunehmende Strassengüterverkehr belastet Bevölkerung und Umwelt im Alpenraum erheblich. Aus Sicht von Pro Alps ist deshalb klar: Es braucht nun deutlich griffigere und konsequentere Massnahmen, um die Verlagerung wieder auf Kurs zu bringen.
Pro Alps wird die Vorlage nun vertieft prüfen, sich im Rahmen der Vernehmlassung mit einer Stellungnahme einbringen und den parlamentarischen Prozess eng begleiten.
Pro Alps
Beitrag teilen